Hier könnt Ihr noch einmal das gesamte Bundesfinale TuJu-Stars 2026 aus Erkelenz mit allen Gruppen inklusive der Qualifikation verfolgen.
Im Vorfinale findet Ihr den Auftritt der „Akrobatix by Funtastix“ ab Minute 01:32:50 und den Auftritt im Finale ab Minute 06:50:30. Schaut gerne nochmal rein.
Akrobatix by Funtastix TuJu Stars Bundesfinale Erkelenz 2026
Wir sind noch immer völlig überwältigt von unserem dritten Bundessieg TuJu Stars in Folge. So viele tolle Shows in Gala-reifem Showlicht zu sehen und die 22 stärksten Gruppen Deutschlands zu treffen war sehr aufregend.
Hier könnt Ihr noch einmal unsere Show im Bundesfinale sehen.
Vorfinale von 11:15-14:30 Uhr | Finale ab 16:30 Uhr in Erkelenz. TUJU Stars ist der Show-Wettbewerb für Kinder- und Jugendgruppen im DTB. Alle Kinder und Jugendlichen werden eingeladen, sich an Tuju-Stars zu beteiligen – unabhängig von Leistungsniveau, Herkunft oder Handicap. Der bundesweite Wettbewerb der DTJ soll Kindern und Jugendlichen den Einstieg in die Welt der Showwettbewerbe ermöglichen.
Welkers/Erkelenz (pm/pf) – Die „Akrobatix by Funtastix“ der SV Concordia Welkers stehen vor einem besonderen Ereignis: Am kommenden Wochenende tritt die 48-köpfige Nachwuchsgruppe der Funtastix beim Bundesfinale der Tuju-Stars in Erkelenz an und vertritt dort den Landesverband Hessen.
Mit dem Bundesfinale hatte zu Beginn der Vorbereitung niemand gerechnet. Die Teilnahme an der Hessenmeisterschaft war vor allem als Möglichkeit gedacht, Wettkampfluft zu schnuppern und ein Feedback einer fachkundigen Jury zu erhalten.
Umso größer war die Freude, als die Nachwuchsgruppe mit ihrer Show „Als Oma vom Frühling sprach“ überzeugte, die Jury regelrecht „auf die Bienen flog“ und sie mit dem Hessenmeistertitel sowie der Qualifikation für das Bundesfinale belohnte.
„Wir sind immer noch überwältigt, dass wir mit unserer Nachwuchsgruppe den Sprung ins Bundesfinale geschafft haben. Dass wir nun Hessen auf Bundesebene vertreten dürfen, macht uns unglaublich stolz“, sagt Trainerin Michaela Wehner.
Die besondere Wirkung der Show liegt nicht nur in den akrobatischen Elementen, sondern vor allem in ihrer Idee: Die Choreografie erzählt von einem Frühling voller Bewegung, von Zusammenhalt und von der Welt der Bienen. Dabei wird das Bild des Bienenvolks bewusst genutzt, denn es beschreibt ein System, das nur durch Vertrauen, Präzision und gemeinsames Handeln funktioniert. Diese Energie, so die Trainerinnen, sei auch in der Gruppe spürbar: Sie überträgt sich von Bewegung zu Bewegung, von AkrobatIn zu AkrobatIn.
Am vergangenen Sonntag absolvierte das Team seinen letzten gemeinsamen Probentag vor der Abreise am Freitagnachmittag nach Nordrhein-Westfalen. In den vergangenen Wochen lag der Schwerpunkt dabei besonders auf Ausdruck, Wirkung und dem gemeinsamen Erzählen der Geschichte auf der Bühne.
„Die Choreografie lebt von ihren Bildern und ihrer Botschaft. Die AkrobatInnen haben in dieser Zeit noch einmal enorm dazugelernt und sind als Gruppe nochmal enger zusammengewachsen“, erklärt Trainerin Denise Martin.
Auch hinter den Kulissen spielt der Zusammenhalt eine große Rolle. Eltern und Trainerinnen unterstützen die Gruppe seit Monaten bei Kostümen, Requisitenbau, Verpflegung sowie bei allem, was rund um die Teilnahme am Bundesfinale organisiert werden muss.
„Ohne diese Unterstützung wäre vieles nicht möglich. Das Bundesfinale ist ein gemeinsamer Erfolg aller Beteiligten“, betont Denise Martin.
Beim Bundesfinale treten insgesamt 23 Gruppen aus ganz Deutschland an. Nach der Vorrunde qualifizieren sich die acht besten Teams für das Finale am Nachmittag und präsentieren ihre Darbietung ein zweites Mal vor Jury und Publikum.
Für die AkrobatInnen ist das Ziel klar formuliert. „Unser großes Ziel ist es, das Finale zu erreichen“, sagt Emmi stellvertretend für das Team. „Alle Gruppen sind Landesbeste, deshalb wird das Niveau sehr hoch sein. Wenn wir es unter die besten Acht schaffen, wäre das für uns ein riesiger Erfolg.“
Gleichzeitig beschreibt Emmi die besondere Stärke der Gruppe: „Ich glaube, unsere Stärke ist, dass wir die Geschichte mit viel Gefühl erzählen.“
Unabhängig vom Ergebnis ist die Teilnahme am Bundesfinale bereits ein großer Erfolg für die Nachwuchsgruppe. Wenn sie am Wochenende in Erkelenz auf die Fläche gehen, wollen die 48 AkrobatInnen genau diese Energie der Bienen auf die Bühne bringen und zeigen, wie aus vielen einzelnen Flügelschlägen eine gemeinsame Kraft wird, die die Bühne erfüllt.
Am kommenden Wochenende heißt es „Showtime!“ für die Akrobatix des SV Concordia Welkers und die Mapindus der DJK Flörsheim beim Bundesfinale Tuju-Stars 2026 in Erkelenz.
Die Hessische Turnjugend drückt fest die Daumen und wünscht uns eine Bühne voller Gänsehautmomenten, starke Nerven und einen Auftritt, der das Publikum von den Sitzen reißt. Wir zeigen, was in uns steckt.
Fulda (gü) – Mit vielen Mitmachangeboten ist die Fulda-Aue während des Hessentags ein Anziehungspunkt für Familien. Bei trockenem Wetter war am Sonntagnachmittag jede Menge los. Ein Publikumsmagnet war auch er Auftritt der Funtastix aus Welkers.
Die Kombination aus hochklassiger Akrobatik und tänzerischen Elementen begeisterte das Publikum einmal mehr. In lila Kleidern wirbelten die Mädchen und Frauen über die Bühne, wurden in die Luft geschleudert und bauten Menschenpyramiden bis fast unter das Dach. Dicht gedrängt saßen und standen die Menschen vor der Bühne und spendeten anschließend viel Applaus. Nicht weit davon entfernt im Bereich der Himmelsbühne der Kirchen waren am Nachmittag der katholische Bischof von Fulda Dr. Michael Gerber und die EKKW-Landesbischöfin Dr. Beate Hofman unterwegs und verewigten sich am großen „Im Herzen eins – Kirchen auf dem Hessentag Fulda 2026. Wir waren dabei“-Banner.
Insgesamt wird für Familien rund um Familienland, Festival des Sports und Jugendtreffpunkt viel geboten. Ob ein paar Runden mit dem Skateboard, Fahrrad oder Roller im Skatepar, Toben auf dem Spielplatz oder dem Kinder-Ninja-Parcours, an der Kletterwand in luftige Höhen steigen oder eine Runde mit dem Karussell drehen – insbesondere Kinder können viel erleben. Wer seit dem Start schon mehrfach auf dem Hessentag unterwegs war, konnte mitverfolgen, wie an der Außenwand des Deutschen Feuerwehrmuseums ein großes Bild entsteht. Die international bekannte Urban-Art-Künstlerin Hera hat eigens ein zum Ort passendes Motiv entwickelt, bei dessen Realisierung ihr alle zuschauen können und das den Fuldaern dauerhaft als Kunstwerk im öffentlichen Raum erhalten bleibt.
Laudatio des hessischen Ministerpräsidenten Boris Rhein und des Fuldaer Oberbürgermeisters Dr. Heiko Wingenfeld
Fulda. Auf diesen Moment hatten wir uns monatelang vorbereitet: Als Opening Act die offizielle Eröffnung des 63. Hessentages in unserer Barockstadt Fulda mit gestalten zu dürfen, war für uns eine ganz besondere Ehre. Die Vorfreude war riesig – doch je näher der große Tag rückte, desto häufiger wanderten unsere Blicke auf die Wetter-Apps. Die Prognosen verhießen nichts Gutes: Regen, Regen und noch mehr Regen.
Für unsere Show bedeutete das eine echte Herausforderung. Unsere Choreografien leben von Akrobatik, Dynamik und präzisen Bewegungen. Auf einer nassen Bühne wäre das Risiko für Stürze und Verletzungen viel zu groß gewesen. Schnell war klar: Sicherheit geht vor.
Unser Auftritt war für 13:07 Uhr angesetzt. Doch bereits am Morgen hatte es immer wieder geregnet. Auf der Bühne im Freien standen Wasserlachen. Zwar nutzten die Verantwortlichen jede Regenpause, um die Fläche mit Abziehern trockenzulegen, doch der Regen setzte immer wieder ein und flutete die Bühne.
Während das offizielle Programm bereits lief, warteten wir angespannt auf unsere Chance. Unser Aufbauteam brachte unsere Requisiten sogar zweimal auf die Bühne – und musste sie jedes Mal unverrichteter Dinge wieder zurücktragen. Ein erster Anlauf scheiterte, ein zweiter ebenfalls. Die Zeit verstrich, Programmpunkt um Programmpunkt wurde absolviert. Schließlich schien es, als würde die Eröffnung zu Ende gehen, ohne dass wir überhaupt auftreten könnten.
Banges Hoffen, dass der Regen endet
Für uns war das ein schwerer Moment. Hinter diesem Auftritt steckte weit mehr als nur die Vorbereitung der vergangenen Wochen. Wir hatten Schulbefreiungen organisiert, um teilnehmen zu können und logistische Herausforderungen gemeistert. Nachdem kurzfristig eine Tänzerin ausgefallen war, wurde am Morgen sogar ein zusätzliches Sondertraining angesetzt. Die Winfriedschule stellte uns dafür dankenswerterweise spontan ihre Aula zur Verfügung. Dazu kamen die Aufregung, die Vorfreude und der feste Wille, dem Publikum zu zeigen, was wir können.
Doch dann nahm der Tag eine überraschende Wendung.
Während die Bürgermeisterband noch zwei weitere Songs spielte, wurde die Bühne ein letztes Mal für uns vorbereitet. Drei Mitarbeiter der Stadt zogen erneut die Fläche trocken. Gleichzeitig stürmten unsere Eltern auf die Bühne und halfen mit allem, was ihnen in die Hände fiel, beim Trockenwischen. Die letzten verbliebenen feuchten Stellen beseitigten wir kurzerhand selbst – mit zusammengeklaubten Papierhandtüchern.
Eltern legen die Bühne trocken
Wir kümmern uns um die letzten Nassstellen
Dann war es endlich soweit. Die Bühne war trocken. Der Regen hatte ein Einsehen. Wir wurden angekündigt – und plötzlich waren alle Enttäuschung, alle Nervosität und alle Zweifel vergessen. Jetzt zählte nur noch die Show.
Zu unserer großen Überraschung blieb auch Hessens Ministerpräsident Boris Rhein trotz seines eng getakteten Terminkalenders vor Ort, um unseren Auftritt anzusehen. Für uns war das eine besondere Anerkennung.
Ministerpräsident Boris Rhein bedankte sich bei jeder Akrobatin einzeln mit Handschlag für den Auftritt. Eine tolle Geste der Wertschätzung, die wir nun im Herzen tragen.
Der tosende Applaus des Publikums war schließlich die schönste Belohnung für diesen außergewöhnlichen Vormittag. Doch damit nicht genug: Nach unserem Auftritt kamen Ministerpräsident Boris Rhein und Fuldas Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld noch einmal auf die Bühne und brachten ihre Begeisterung für die Darbietung zum Ausdruck.
Was als nervenaufreibendes Wechselbad der Gefühle begonnen hatte, endete für uns mit einem unvergesslichen Erfolgserlebnis. Die vielen Stunden Vorbereitung, die zusätzlichen Trainings, das Hoffen, Bangen und Warten – all das wurde in diesem Moment belohnt.
Der Regen hatte uns lange auf die Probe gestellt. Am Ende aber gehörte die Bühne doch noch uns.
PS: Boris Rheins Frage nach unserer Trainingsintensität wurde im Video etwas unscharf beantwortet. Tatsächlich trainieren wir das ganze Jahr über im Schnitt 10 Stunden pro Woche. Für wichtige Auftritte wie diesen sowie für Meisterschaften trainieren wir zwischen 20 und 26 Stunden pro Woche.
„FD – Foll Hessisch“ — unter diesem Motto ist der 63. Hessentag in Fulda gestartet: Ministerpräsident Boris Rhein eröffnete am Freitag das älteste und größte Landesfest Deutschlands gemeinsam mit Fuldas Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld.